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Was ich liebe

Taten statt Worte. Wenn mir meine Katze am Morgen – noch im Halbschlaf – ins Ohr schnurrt. Wenn es im Haus „gluschtig“ nach Frischgebackenem riecht und mir das Wasser im Munde zusammenläuft. Menschen, die trotz ihres Vermögens ohne grossen Luxus auskommen und einen unkonventionellen Lebensstil bevorzugen. Unterwegs sein im In- und Ausland, spontane Begegnungen machen, die oft nur kurz, aber so intensiv sind, dass man sie ein ganzes Leben lang nicht vergisst. Freunde, die da sind, wenn ich im Regen stehe. Männer und Frauen, die mich mit ihrem Esprit beeindrucken und mit ihrem Humor und Wortwitz zum lachen bringen. Grosszügigkeit. Menschen, die nicht viele Worte über ihre «Heldentaten» verlieren müssen, sondern schlicht durch ihre Persönlichkeit auffallen. Herbstfarben. Am Sonntagmorgen etwas länger im Bett kuscheln. Den Blick in die Weite schweifen lassen. Strahlende Augen mit Lachfältchen. Sinnliche Lippen. Mich bei jemandem stark und schwach zeigen dürfen. Zärtliche Hände. Weinen, weil es «so schön» ist. Schaumbad nach einem langen Arbeitstag. In chaotischen Umständen seine eigene Ordnung finden. Spontane Herzlichkeit. Aus wenig viel machen oder unter schwierigen Umständen etwas Gutes erschaffen. Ein Umfeld kreieren, in dem jeder seinen Platz hat, seine Stärken einsetzen kann.

Was ich nicht mag

Viel versprechen, wenig halten. Grosse Worte und nichts dahinter. Machtmissbrauch und Gewalt gegenüber Schwächeren. Tierquäler. Lügner. Optimismus à tout prix. Stundenlang im Lift, im Bus oder in engen Räumen voller Menschen eingequetscht sein. Langeweile. Bürokraten. Engstirnigkeit. Geiz. Laute und grobe Menschen. Missverständnisse, Streitereien, Stillosigkeiten, die weh tun, nicht bereinigen und mit einem Gespräch aus der Welt schaffen. Protzige Autos, grosse Klunker, überhaupt das amerikanische Motto «bigger is better». Perfekt gestylte Menschen oder Wohnhäuser wie aus dem Hochglanzmagazin, ohne Ecken und Kanten, die sie lebendig und einzigartig machen. Menschen, denen Prestige unheimlich wichtig ist. Mich einsam und unwohl fühlen inmitten von einer Menschenmenge. Verdränger und Feiglinge. Wenn jemand meinem Blick ausweicht. Moralapostel und übertriebene Gesundheitsfreaks. Schreibstau. Biedermänner, die an einer Party, Fasnacht oder in den Ferien «mal so richtig die Sau rauslassen» – überhaupt: Fröhlichkeit auf Kommando. Pingelige Ordentlichkeit – wo gelebt wird, darf ruhig mal etwas rumliegen. An jemandem ständig rumnörgeln, statt seine Stärken hervorzuheben und ihn darin zu unterstützen.